Gründer über Bootstrapping: Wie Droppery als selbstfinanzierte Plattform wächst

Ein Unternehmen zu gründen ist spannend, aber herausfordernd. Viele möchten früh Kapital aufnehmen, doch nicht alle Startups schaffen das. In solchen Fällen setzen Gründer auf Bootstrapping – mit wenig externem Geld und viel Eigenleistung.

Bootstrapping bedeutet, ein Unternehmen mit minimalen finanziellen Mitteln aufzubauen. Immer mehr Gründer wählen diesen Weg, und erfolgreiche Beispiele nehmen zu – darunter Droppery, eine automatisierte Dropshipping Plattform aus Amsterdam. Silicon Canals sprach dafür mit Gründer und CEO Marco Mulder.

Entstehung von Droppery
Marco Mulder arbeitet seit fast zehn Jahren im E Commerce und erkannte ein wiederkehrendes Problem: Händler mussten entweder teure, komplexe Integrationen erstellen oder mit Excel Dateien arbeiten. Droppery wurde gegründet, um diese Prozesse zu vereinfachen und Marken neue Vertriebskanäle zu ermöglichen.
Während COVID wurde klar, dass Marken mehr direkte Kanäle brauchen, statt sich nur auf Marktplätze zu verlassen. Darum integriert Droppery Lieferanten schnell mit neuen Online Händlern in verschiedenen Ländern.

Droppery als Middleware
Droppery automatisiert Produktdaten, Lagerbestände und Bestellungen und bietet zusätzlich eine Matchmaking Lösung. Händler können innerhalb von fünf Minuten eine Verbindung zu einem Lieferanten herstellen. Lieferanten behalten volle Kontrolle über ihre Partnerschaften und können international skalieren.

Herausforderungen des Bootstrappings
Bootstrapping gibt Flexibilität, bedeutet aber auch, lange ohne Einkommen zu arbeiten und viel zu investieren. Mulder betont die Bedeutung eines engagierten Teams. Mit der Verstärkung durch CCO Cathelijne Mooren erreichte Droppery starkes Wachstum.

Vor und Nachteile
Bootstrapping ermöglicht Kontrolle und Freiheit, bringt aber finanzielle Unsicherheit. Wer wenig Markterfahrung hat, sollte laut Mulder eher früh nach Investoren suchen.

Teamkultur bei Droppery
Droppery setzt auf Flexibilität, persönliche Entwicklung und gemeinsame Aktivitäten zur Stärkung des Teamgefühls. Strukturierte Arbeitsweise und Zeitblöcke helfen, Ressourcen effizient einzusetzen.

Rat für Gründer
Mulder rät, fokussiert zu bleiben, Strategien bei Bedarf zu wechseln und mehrere Ideen im Geschäftsmodell zu haben, um das Endziel zu erreichen.

Zukunftspläne
Droppery will die D2C Lieferkette weiter verbessern, mehr Integrationen entwickeln und sein logistisches Netzwerk ausbauen, damit Marken international skalieren können. Ziel ist es, B2B Bestellungen europaweit zuverlässig direkt an Verbraucher liefern zu können.

Publikationsdatum: 25. Mai 2023

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