Dropshipping und EU-Gesetzgebung im Jahr 2026: Was ist erlaubt und was nicht?

Vom Droppery-Team | Droppery.io | Aktualisiert: April 2026

Als Dropshipper im Jahr 2026 kannst du es dir nicht mehr leisten, die EU-Gesetzgebung zu ignorieren. Die Regeln sind strenger als je zuvor, die Durchsetzung wurde verschärft und Verbraucher sind besser geschützt als jemals zuvor. Aber keine Panik — bei Droppery begleiten wir täglich Unternehmer genau durch diese Art von Herausforderungen. In diesem umfassenden Leitfaden erklären wir dir Schritt für Schritt, was sich geändert hat, wo die Fallstricke liegen und wie du als Dropshipper vollständig compliant arbeiten kannst, ohne dass dies auf Kosten deiner Gewinnmarge geht.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was hat sich im Jahr 2026 geändert?
  2. Mehrwertsteuerregeln für Dropshipper in der EU
  3. Verbraucherrecht: Was musst du als Dropshipper beachten?
  4. Produkthaftung: Wer ist verantwortlich?
  5. Häufige Fehler und wie du sie vermeidest
  6. Droppery und Compliance: So helfen wir dir
  7. Häufig gestellte Fragen
  8. Fazit

1. Was hat sich im Jahr 2026 geändert?

Die Europäische Union hat in den vergangenen Jahren stark in die Bekämpfung von Missständen im E-Commerce investiert. Das hat direkte Auswirkungen auf alle, die im Dropshipping tätig sind — insbesondere wenn du aus Ländern außerhalb der EU lieferst, wie China, den USA oder der Türkei.

Die drei wichtigsten Veränderungen, die du im Jahr 2026 kennen musst:

Die Abschaffung der 22-€-Freigrenze (bereits 2021 eingeführt, aber die Durchsetzung wurde intensiviert)
Seit dem 1. Juli 2021 wurde die Mehrwertsteuerbefreiung für Sendungen unter 22 € abgeschafft. In der Praxis bemerkten viele Dropshipper dies zunächst kaum, da die Durchsetzung nur langsam anlief. Im Jahr 2026 hat sich das vollständig geändert. Zoll, Steuerbehörden und Marktplatzplattformen arbeiten eng zusammen, um Steuerumgehung aktiv aufzuspüren.

Die EU-Produkthaftungsrichtlinie (überarbeitet 2024, in Kraft 2026)
Die überarbeitete Produkthaftungsrichtlinie tritt im Dezember 2026 in allen EU-Mitgliedstaaten in Kraft. Dies hat weitreichende Folgen dafür, wer haftet, wenn ein Produkt Schaden verursacht — und betrifft Dropshipper direkt.

Der Digital Services Act (DSA) und der Digital Markets Act (DMA)
Plattformen wie Bol.com, Amazon und Etsy sind unter dem DSA verpflichtet, aktiv gegen Verkäufer vorzugehen, die illegale oder gefährliche Produkte anbieten. Als Dropshipper, der über solche Plattformen verkauft, wirst du immer häufiger als verantwortliche Partei behandelt — auch wenn du das Produkt nie selbst berührst.

2. Mehrwertsteuerregeln für Dropshipper in der EU

Dies ist wahrscheinlich das Thema, zu dem wir die meisten Fragen erhalten. Und das zu Recht — die Mehrwertsteuerregeln im Dropshipping sind komplex, aber gut handhabbar, wenn du die Grundlagen verstehst.

Das OSS-System: deine Rettungsleine

Seit 2021 gibt es das One-Stop-Shop-System (OSS). Dies ist der EU-weite Mechanismus, mit dem du die Mehrwertsteuer für alle EU-Länder, in die du lieferst, in einer einzigen Erklärung abführen kannst. Anstatt dich in jedem einzelnen Land zu registrieren, meldest du alles über ein zentrales Portal — in den Niederlanden erfolgt dies über die Steuerbehörde.

Wie funktioniert das in der Praxis?

Wenn du als niederländischer Dropshipper Produkte an Verbraucher in Deutschland, Frankreich und Italien verkaufst, musst du grundsätzlich die Mehrwertsteuerregeln jedes Bestimmungslandes anwenden, sobald du den lokalen Schwellenwert überschreitest. Über OSS kannst du dies alles in einer einzigen Meldung abwickeln.

Der Schwellenwert für grenzüberschreitende Verkäufe innerhalb der EU liegt bei 10.000 € pro Jahr. Liegt dein Umsatz darunter? Dann darfst du die niederländische Mehrwertsteuer berechnen. Liegt er darüber? Dann musst du pro Land die jeweilige lokale Mehrwertsteuer anwenden — es sei denn, du nutzt OSS.

Achtung: OSS gilt nicht für Verkäufe außerhalb der EU

Wenn dein Lieferant direkt aus China oder einem anderen Nicht-EU-Land an deinen Kunden in der EU liefert, gilt das IOSS-System (Import One Stop Shop). IOSS ist speziell für Importe bis zu einem Warenwert von 150 € gedacht. Über 150 € gelten andere Regeln und es muss eine Zollanmeldung erfolgen. Die Zusammenarbeit mit Nicht-EU-Lieferanten erschwert die Compliance: Entdecke, warum europäisches Dropshipping sicherer ist als chinesisches aus steuerlicher und logistischer Sicht.

Was bedeutet das konkret?

Wenn du mit einem Lieferanten außerhalb der EU arbeitest:

· Sendungen bis 150 €: Verwende IOSS und stelle sicher, dass dein Lieferant den richtigen Mehrwertsteuercode auf dem Paket angibt
· Sendungen über 150 €: Der Kunde oder der Importeur zahlt Einfuhrabgaben und Mehrwertsteuer — es sei denn, du übernimmst selbst die Zollabwicklung als „Anmelder“
· Stelle immer sicher, dass der korrekte Warenwert angegeben ist — Unterfakturierung ist Betrug und führt inzwischen regelmäßig zu Bußgeldern und Plattformausschlüssen

Droppery-Tipp: Arbeite mit Lieferanten zusammen, die Erfahrung mit IOSS-Versand haben und die richtigen IOSS-Nummern korrekt auf den Paketen angeben. Dies ist einer der Gründe, warum wir bei Droppery ausschließlich mit geprüften Lieferanten arbeiten, die EU-konform operieren.

Mehrwertsteuer und Marktplätze

Verkaufst du über Amazon, Bol.com oder eine andere große Plattform? Dann ist es wichtig zu wissen, dass diese Plattformen unter bestimmten Umständen selbst die Mehrwertsteuerverantwortung übernehmen. Amazon tut dies bereits in vielen Fällen für externe Verkäufer. Aber Achtung: Das entbindet dich nicht von allen steuerlichen Verpflichtungen. Konsultiere immer einen Steuerberater für deine spezifische Situation.

3. Verbraucherrecht: Was musst du als Dropshipper beachten?

Hier machen viele Dropshipper Fehler — und das ist verständlich, denn wenn du dein Produkt nie siehst oder berührst, wirkt das Verbraucherrecht abstrakt. Dennoch ist das Gesetz klar: Du bist der Verkäufer, also bist du verantwortlich.

Widerrufsrecht: 14 Tage, immer

Jeder Verbraucher in der EU hat das Recht, einen Kauf innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt ohne Angabe von Gründen zu widerrufen. Dies gilt auch dann, wenn dein Lieferant in China sitzt und Rücksendungen praktisch unmöglich macht. Der beste Weg, die Auswirkungen von Pflichtretouren zu begrenzen, ist eine smarte Produktauswahl von Anfang an.

Was bedeutet das für Dropshipper:
· Du musst ein klares Rückgabeverfahren auf deiner Website haben
· Du darfst keine Hürden schaffen, die das Widerrufsrecht einschränken
· Du musst die Rückerstattung innerhalb von 14 Tagen nach dem Widerruf durchführen
· Du darfst mit der Rückerstattung warten, bis du die Ware zurückerhalten hast, aber nur, wenn du dies vorher kommuniziert hast

Häufiger Fehler: Kunden zur Rücksendung an den chinesischen Lieferanten weiterleiten. Das ist nicht erlaubt. Du bist der Ansprechpartner, nicht dein Lieferant.

Clevere Vorgehensweise: Arbeite mit einer lokalen Rücksendeadresse oder einem Fulfillment-Partner in der EU, der Rücksendungen für dich abwickelt. Droppery bietet hierfür Lösungen über unser Netzwerk europäischer Fulfillment-Partner.

Gesetzliche Gewährleistung: mindestens 2 Jahre

In der EU haben Verbraucher Anspruch auf mindestens 2 Jahre gesetzliche Gewährleistung. Es handelt sich um eine Konformitätsgarantie — das Produkt muss das leisten, was du versprichst. Wenn ein Produkt innerhalb von 12 Monaten kaputtgeht, wird vermutet, dass es bereits bei der Lieferung defekt war. Die Beweislast liegt dann bei dir als Verkäufer.

Dies hat große Auswirkungen auf Dropshipper, die günstige Produkte mit kurzer Lebensdauer verkaufen. Stelle sicher, dass du:
· Produkte verkaufst, die den beschriebenen Spezifikationen entsprechen
· Einen klaren Garantieprozess eingerichtet hast
· Deinen Lieferanten zur Verantwortung ziehen kannst, wenn Produkte systematisch ausfallen

Produktinformationen und Sprachanforderungen

Alle Produktinformationen, einschließlich Gebrauchsanweisungen und Sicherheitswarnungen, müssen in der Sprache des Landes verfügbar sein, in das du lieferst. Verkaufst du an niederländische Verbraucher? Dann müssen die wesentlichen Produktinformationen auf Niederländisch sein.

Verkaufst du CE-pflichtige Produkte (Elektronik, Spielzeug, medizinische Geräte usw.)? Dann gelten zusätzliche Dokumentationsanforderungen.

4. Produkthaftung: Wer ist verantwortlich?

Dies ist der Bereich, der sich im Jahr 2026 am stärksten verändert hat und der die größten Auswirkungen auf Dropshipper hat, die mit Lieferanten außerhalb der EU arbeiten.

Die überarbeitete Produkthaftungsrichtlinie

Die ursprüngliche EU-Richtlinie zur Produkthaftung stammt aus dem Jahr 1985. Im Jahr 2024 hat die EU diese Richtlinie grundlegend überarbeitet, und seit Dezember 2026 ist die neue Version in allen Mitgliedstaaten in Kraft.

Die wichtigsten Änderungen, die Dropshipper kennen müssen:

1. Erweiterte Definition von „Hersteller“
Früher war nahezu ausschließlich der Hersteller für Schäden verantwortlich, die durch ein fehlerhaftes Produkt verursacht wurden. In der neuen Richtlinie wurde dieser Begriff erweitert. Wenn der ursprüngliche Hersteller außerhalb der EU ansässig ist und für EU-Verbraucher nicht erreichbar ist, verlagert sich die Haftung auf den Importeur oder — und hier wird es für Dropshipper entscheidend — auf die Person, die das Produkt in der EU auf den Markt gebracht hat.

Wenn du als Dropshipper ein Produkt verkaufst, das von einem chinesischen Hersteller hergestellt wurde, und du es technisch importierst (auch wenn dies indirekt geschieht), kannst du haftbar gemacht werden, wenn das Produkt Schaden verursacht.

2. Erweiterter Schadensbegriff
Schäden umfassen nun auch immaterielle Schäden, Datenverlust und psychische Schäden. Die Schwelle dafür, was als „Schaden“ gilt, ist somit niedriger geworden.

3. Niedrigere Hürde für Verbraucher, Schäden nachzuweisen
In der neuen Richtlinie ist es für Verbraucher einfacher geworden, nachzuweisen, dass ein Produkt fehlerhaft war. In bestimmten Situationen wird ein Mangel sogar vermutet, wenn das Produkt nicht den Sicherheitsstandards entspricht, die vernünftigerweise erwartet werden können.

Was musst du konkret tun?

Überprüfe, ob deine Produkte den CE-Kennzeichnungsvorschriften entsprechen
Die CE-Kennzeichnung ist für eine große Anzahl von Produktkategorien verpflichtend (Elektronik, Spielzeug, persönliche Schutzausrüstung usw.). Wenn du Produkte ohne die erforderliche CE-Kennzeichnung verkaufst, handelst du illegal und bist für eventuelle Schäden haftbar. Zu wissen, wie man einen zuverlässigen Lieferanten auswählt, ist entscheidend: Entdecke unsere 7 Kriterien zur Auswahl des richtigen Dropshipping-Lieferanten und vermeide rechtliche Risiken.

Fordere technische Dokumentation von deinem Lieferanten an
Fordere immer die Konformitätserklärung (Declaration of Conformity, DoC) sowie die technische Dokumentation an, die die CE-Kennzeichnung belegt. Seriöse Lieferanten können diese bereitstellen. Lieferanten, die dies nicht können, stellen ein Risiko dar.

Schließe eine Haftpflichtversicherung ab
Mit der verschärften Gesetzgebung ist eine angemessene Haftpflichtversicherung für E-Commerce-Unternehmer keine Luxusoption mehr, sondern eine Notwendigkeit. Stelle sicher, dass deine Versicherung auch Produkthaftung abdeckt.

Ziehe in Betracht, einen EU-Vertreter zu benennen
Für bestimmte Produktkategorien (insbesondere Medizinprodukte, aber dies wird ausgeweitet) ist ein EU-Bevollmächtigter erforderlich, wenn der Hersteller außerhalb der EU ansässig ist. Informiere dich, ob dies für deine Produktkategorie gilt.

5. Häufige Fehler und wie du sie vermeidest

Basierend auf unseren Erfahrungen mit Tausenden von Dropshippern über Droppery sehen wir immer wieder die gleichen Fehler. Erkennst du dich darin wieder?

Fehler 1: Kopieren von Produktbeschreibungen von AliExpress oder Temu
Produktbeschreibungen auf AliExpress sind fast nie mit der EU-Gesetzgebung konform. Sie enthalten oft fehlende oder falsche CE-Informationen, irreführende Angaben und fehlende Sicherheitswarnungen. Schreibe immer deine eigenen Produktbeschreibungen. Die Zusammenarbeit mit europäischen Premium-Lieferanten eliminiert die meisten dieser Fehler: Entdecke, warum Premium-Dropshipping in Europa die sicherste Strategie in 2026 ist.

Fehler 2: Keine Allgemeinen Geschäftsbedingungen oder Datenschutzrichtlinie
Ein Webshop ohne korrekte AGB und Datenschutzrichtlinie (gemäß DSGVO) ist eine Zeitbombe. Diese sind nicht nur gesetzliche Anforderungen, sondern schaffen auch Vertrauen bei Kunden.

Fehler 3: Lieferant als Rücksendeadresse angeben
Wie oben beschrieben: Du bist der Verkäufer, du bist die Rücksendeadresse. Schicke Kunden niemals direkt zu deinem Lieferanten.

Fehler 4: Keine Mehrwertsteuerregistrierung bei Wachstum
Viele Dropshipper beginnen klein und registrieren sich erst für die Mehrwertsteuer, wenn es „wirklich notwendig“ erscheint. Doch die Grenze von 10.000 € für EU-weite Verkäufe wird schneller erreicht, als du denkst. Achte darauf, dies zu überwachen.

Fehler 5: Verkauf verbotener Produkte
Bestimmte Produktkategorien sind in der EU streng reguliert oder sogar verboten. Dazu gehören bestimmte Nahrungsergänzungsmittel, Laser über einer bestimmten Leistung, bestimmte Messer oder elektrische Geräte ohne Zertifizierung. Prüfe immer, ob dein Produkt in der EU zulässig ist.

6. Droppery und Compliance: So helfen wir dir

Bei Droppery glauben wir, dass Dropshipping und Compliance Hand in Hand gehen. Ein nachhaltiges Dropshipping-Unternehmen ist ein regelkonformes Unternehmen. Deshalb haben wir Compliance tief in unsere Plattform und unsere Dienstleistungen integriert.

Geprüfte Lieferanten
Alle Lieferanten im Droppery-Netzwerk werden darauf geprüft, ob sie in der Lage sind, EU-konforme Produkte zu liefern, einschließlich CE-Dokumentation, korrekter Mehrwertsteuerabwicklung und Rückgabemöglichkeiten in Europa.

IOSS-Unterstützung
Droppery bietet integrierte Unterstützung für IOSS-Versand, sodass deine Pakete aus Nicht-EU-Ländern korrekt an der Grenze abgewickelt werden.

Europäische Fulfillment-Optionen
Um Rücksendungen und Lieferzeiten zu optimieren, arbeiten wir mit europäischen Fulfillment-Zentren zusammen. Dadurch wird dein Unternehmen schneller, konform und kundenorientierter.

Schulung und Unterstützung
Über die Droppery Academy und unser Support-Team helfen wir dir, über die neuesten gesetzlichen Entwicklungen auf dem Laufenden zu bleiben. Denn die EU-Gesetzgebung steht nicht still — und wir auch nicht.

Möchtest du mehr darüber erfahren, wie Droppery dir hilft, compliant zu dropshippen? Besuche Droppery.io oder kontaktiere uns über unseren Supportkanal.

7. Häufig gestellte Fragen

Muss ich als Dropshipper Mehrwertsteuer berechnen?
Ja. Wenn du Produkte an Verbraucher in der EU verkaufst, bist du grundsätzlich verpflichtet, Mehrwertsteuer zu berechnen. Abhängig von deinem Umsatz nutzt du das OSS-System oder die IOSS-Regelung für Importe. Konsultiere einen Steuerberater für deine spezifische Situation.

Bin ich haftbar, wenn ein Produkt meines Lieferanten defekt ist?
In vielen Fällen: ja. Als Importeur oder als die Person, die das Produkt auf den EU-Markt bringt, kannst du für Schäden haftbar gemacht werden, die durch ein fehlerhaftes Produkt verursacht wurden, auch wenn du das Produkt selbst nie berührt hast.

Was ist der Unterschied zwischen OSS und IOSS?
OSS (One Stop Shop) gilt für Verkäufe innerhalb der EU — von einem EU-Lieferanten an einen EU-Verbraucher. IOSS (Import One Stop Shop) gilt für Importe aus Nicht-EU-Ländern mit einem Warenwert bis zu 150 €.

Muss mein Webshop auf Niederländisch sein?
Wenn du dich an niederländische Verbraucher richtest, müssen wesentliche Produktinformationen (Gebrauchsanweisung, Sicherheitswarnungen) auf Niederländisch verfügbar sein. Deine Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzrichtlinien sollten ebenfalls vorzugsweise in der Sprache deiner Kunden sein.

Was ist die CE-Kennzeichnung und brauche ich sie?
Die CE-Kennzeichnung ist für eine große Anzahl von Produktkategorien verpflichtend, die in der EU verkauft werden, darunter elektrische Geräte, Spielzeug, persönliche Schutzausrüstung und mehr. Wenn dein Produkt eine CE-Kennzeichnung erfordert, diese aber nicht besitzt, darfst du es nicht legal in der EU verkaufen.

Darf ich Rücksendungen verweigern?
Nein. EU-Verbraucher haben das Recht, Käufe innerhalb von 14 Tagen zu widerrufen. Es gibt Ausnahmen (z. B. maßgeschneiderte Produkte oder geöffnete Hygieneartikel), aber in den meisten Fällen bist du verpflichtet, dieses Recht zu respektieren.

8. Fazit

Dropshipping in der EU im Jahr 2026 ist kein „Wilder Westen“ mehr. Die Gesetzgebung ist strenger, die Durchsetzung konsequenter und die Verbraucher sind besser geschützt als je zuvor. Doch das muss kein Hindernis sein — es ist vielmehr eine Chance.

Unternehmer, die regelkonform arbeiten, bauen nachhaltige Unternehmen mit einem guten Ruf auf. Kunden vertrauen ihnen. Plattformen arbeiten mit ihnen zusammen. Und sie schlafen besser.

Die drei Säulen für den Erfolg als Dropshipper im neuen EU-Umfeld:

  1. Mehrwertsteuer korrekt geregelt — über OSS, IOSS oder lokale Registrierung
  2. Verbraucherrecht ernst nehmen — Rückgaberecht, Garantie, Produktinformationen
  3. Produkthaftung verstehen — CE-Dokumentation, Haftpflichtversicherung, zuverlässige Lieferanten

Bei Droppery helfen wir dir, all diese Schritte umzusetzen. Egal, ob du gerade mit Dropshipping beginnst oder dein bestehendes Unternehmen optimieren möchtest — wir stehen an deiner Seite.

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