Was ist iPaaS und warum wird es für den B2B-E-Commerce immer wichtiger?

Kurz gesagt: iPaaS (Integration Platform as a Service) ist eine Cloud-Plattform, die verschiedene Softwaresysteme miteinander verbindet, wie ERP, PIM, Bestandssysteme und Webshops. Anstatt Dutzende separate Integrationen zu entwickeln, verbindet sich jedes System einmal mit der Plattform. Für den B2B-E-Commerce bedeutet das: Produktdaten, Bestände, Bestellungen und Track & Trace laufen automatisch und in Echtzeit zwischen Lieferanten und Händlern. Droppery ist ein iPaaS, das genau auf diese Verbindung spezialisiert ist.

Wer heute einen Webshop betreibt oder als Marke über Händler verkauft, arbeitet mit immer mehr Systemen. Ein Lieferant hat ein ERP, vielleicht ein PIM und ein WMS. Ein Händler arbeitet mit Shopify, WooCommerce oder PrestaShop. Dazwischen werden jeden Tag Tausende Datenpunkte ausgetauscht. Solange dies über Excel-Listen, E-Mails und manuelle Bestellungen geschieht, bleibt das Wachstum begrenzt. iPaaS löst dieses Problem.

Was bedeutet iPaaS genau?

iPaaS steht für Integration Platform as a Service. Es handelt sich um Software, die in der Cloud läuft und als zentrale Verkehrsleitzentrale zwischen Anwendungen fungiert. Die Plattform ruft Daten aus einem System ab, übersetzt sie in das Format des anderen Systems und liefert sie dort automatisch aus.

Die drei Merkmale, die iPaaS von einer einzelnen API-Integration unterscheiden:

  • Zentral statt verteilt. Alle Integrationen laufen über eine Plattform, sodass Verwaltung, Monitoring und Fehlerbehandlung an einem Ort stattfinden.
  • Cloudbasiert. Es ist kein eigener Server oder IT-Team erforderlich, um Integrationen zu warten. Updates und neue Connectoren werden vom Anbieter bereitgestellt.
  • Wiederverwendbar. Ein System, das einmal verbunden ist, kann direkt mit allen anderen angeschlossenen Parteien kommunizieren.

Wie schnell wächst der iPaaS-Markt?

iPaaS ist keine Nische mehr. Laut einer Marktanalyse von Gartner wuchs der iPaaS-Markt im Jahr 2024 um 23,4 % auf 8,5 Milliarden US-Dollar, angetrieben durch den zunehmenden Einsatz von KI, No-Code-/Low-Code-Tools und SaaS. Gartner erwartet außerdem, dass der Markt weiterhin schnell wächst und bis 2028 einen Umsatz von mehr als 17 Milliarden US-Dollar erreichen wird. Der Grund ist einfach: Unternehmen nutzen immer mehr Software, und all diese Software muss miteinander kommunizieren. Gartner Informatica

Quelle: Gartner, Market Share Analysis: Integration Platform as a Service, Worldwide, 2024

Das Problem einzelner Integrationen: 100 oder 20?

Hier liegt der Kern dafür, warum iPaaS im B2B-E-Commerce den Unterschied macht. Stellen Sie sich vor: Zehn Lieferanten möchten über zehn Händler verkaufen. Bei direkten Integrationen (Point-to-Point) muss sich jeder Lieferant separat mit jedem Händler integrieren. Das sind 10 × 10 = 100 Integrationen, jede mit eigenen Datenformaten, eigenen Fehlern und eigener Wartung.

Mit einem iPaaS verbindet sich jede Partei einmal. Das sind 10 + 10 = 20 Integrationen. Und das Wichtigste: Jeder neue Lieferant oder Händler, der hinzukommt, bedeutet eine zusätzliche Integration statt zehn.

Deshalb geraten Netzwerke von Lieferanten und Händlern ohne Integrationsplattform ins Stocken. Die Anzahl der Integrationen wächst exponentiell, während der Wert des Netzwerks eigentlich linear wachsen sollte. iPaaS macht Skalierung wieder bezahlbar.

Warum wird iPaaS gerade jetzt für den B2B-E-Commerce wichtig?

1. Händler möchten ein größeres Sortiment ohne Bestandsrisiko

Webshops möchten ein breiteres Angebot anbieten, aber nicht alles selbst einkaufen. Das ist nur möglich, wenn Bestand und Produktdaten des Lieferanten in Echtzeit im Webshop verfügbar sind. Ohne Integration verkaufen Sie Produkte, die bereits ausverkauft sind.

2. Lieferanten und Marken möchten neue Vertriebskanäle ohne zusätzliches Personal

Eine Marke, die fünfzig Händler bedienen möchte, kann dies nicht manuell tun. Bestellungen müssen automatisch im eigenen ERP eingehen, und Produktinformationen müssen automatisch bei allen Partnern ankommen.

3. Grenzüberschreitender Verkauf erfordert Standardisierung

Wer in den Niederlanden, Belgien, Deutschland und Frankreich verkauft, arbeitet mit unterschiedlichen Webshop-Plattformen. In Frankreich ist PrestaShop beliebt, in der DACH-Region Shopware und in den Niederlanden Shopify und WooCommerce. Ein iPaaS übersetzt zwischen all diesen Systemen.

4. Kunden erwarten schnelle Lieferung und aktuelle Sendungsverfolgung

Verbraucher erwarten, dass eine Bestellung innerhalb weniger Tage ankommt und dass sie die Sendung verfolgen können. Das funktioniert nur, wenn Bestellungen und Track-&-Trace-Codes ohne Verzögerung zwischen den Systemen übertragen werden.

5. KI und Automatisierung benötigen saubere, verbundene Daten

KI-Tools für Preisgestaltung, Bestandsprognosen oder Produkttexte sind nur so gut wie die Daten, die sie erhalten. Ein iPaaS sorgt dafür, dass diese Daten konsistent und aktuell sind.

Wie funktioniert iPaaS in der Praxis bei Droppery?

Droppery ist ein iPaaS, das speziell für die Beziehung zwischen Lieferanten, Marken und Händlern entwickelt wurde. Die Plattform automatisiert vier Datenströme:

  • Produktdaten. Lieferanten verwalten ihre Produktinformationen an einem Ort, einschließlich Varianten, Spezifikationen, EAN-Codes und Bildmaterial. Händler importieren Produkte mit einem Klick in ihren Webshop.
  • Bestand. Lagerbestände werden in Echtzeit oder stündlich synchronisiert, sodass Händler niemals Produkte verkaufen, die nicht verfügbar sind.
  • Bestellungen. Eine Bestellung im Webshop wird automatisch an den Lieferanten weitergeleitet, direkt in dessen eigenes System.
  • Track & Trace. Versandinformationen werden automatisch an den Webshop des Händlers zurückgesendet, sodass der Endkunde jederzeit weiß, wo sich das Paket befindet.

Lieferanten verbinden ihr ERP- oder Bestandssystem über die Lieferantenintegrationen von Droppery. Händler verbinden sich über die Webshop-Integrationen für unter anderem Shopify, WooCommerce, PrestaShop, Shopware, Shopline, Lightspeed und Magento. Für die Verwaltung von Produktinformationen gibt es außerdem Droppery PIM.

Was Droppery von einem generischen iPaaS unterscheidet: Der Lieferant behält die Kontrolle. Lieferanten und Marken entscheiden selbst, mit welchen Händlern sie zusammenarbeiten und unter welchen Bedingungen. Integration und selektiver Vertrieb gehen so Hand in Hand.

Was bringt iPaaS konkret?

Die Ergebnisse bei Partnern von Droppery zeigen, was Automatisierung bewirkt. Bei De Eekhoorn/WOOOD führte die Integration zu 22 % weniger Bearbeitungszeit, 97 % weniger Fehlern und zur Bearbeitung von Bestellungen am selben Tag. Bazar Bizar steigerte seinen weltweiten Online-Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 82 %.

Die allgemeinen Vorteile von iPaaS für den B2B-E-Commerce im Überblick:

  • Weniger manuelle Arbeit: keine Excel-Listen, CSV-Uploads oder manuell eingegebenen Bestellungen mehr.
  • Weniger Fehler: keine Tippfehler, veralteten Preise oder verkauften Produkte, die nicht auf Lager sind.
  • Schneller skalieren: Die Anbindung neuer Partner dauert Tage statt Monate.
  • Niedrigere IT-Kosten: Es ist kein eigenes Entwicklerteam erforderlich, um Integrationen zu bauen und zu warten.
  • Bessere Kundenerfahrung: schnellere Lieferung und aktuelle Track-&-Trace-Informationen.

iPaaS, API, ERP und PIM: Was ist der Unterschied?

Diese Begriffe werden häufig durcheinander verwendet, aber sie erfüllen unterschiedliche Funktionen.

Eine API ist ein technischer Zugang zu einem System. Sie ermöglicht Kommunikation, baut aber selbst keine Verbindung auf.

Ein ERP ist das administrative Herz eines Unternehmens: Bestand, Einkauf, Rechnungsstellung und Finanzen.

Ein PIM verwaltet Produktinformationen wie Beschreibungen, Spezifikationen und Bilder.

Ein iPaaS verbindet all diese Systeme miteinander und mit den Systemen von Geschäftspartnern. Es nutzt die APIs von ERP, PIM und Webshop, damit Daten automatisch fließen können.

Kurz gesagt: ERP und PIM speichern die Daten, APIs öffnen die Tür, und iPaaS sorgt dafür, dass die Daten am richtigen Ort ankommen.

Für wen ist iPaaS im B2B-E-Commerce interessant?

Großhändler, Hersteller und Marken, die ihr Netzwerk von Wiederverkäufern erweitern möchten, ohne zusätzliche Auftragsbearbeitung. Händler und Webshops, die ihr Sortiment mit Produkten europäischer Lieferanten erweitern möchten, ohne Bestandsrisiko. Importeure, die mehrere Vertriebskanäle aus einem zentralen Bestand bedienen möchten. Unternehmen, die grenzüberschreitend in den Niederlanden, Belgien, Deutschland und Frankreich verkaufen möchten.

Fazit: Integration wird zum Rückgrat des B2B-E-Commerce

Die Gewinner im B2B-E-Commerce sind nicht unbedingt die Unternehmen mit dem größten Sortiment oder der schönsten Marke. Es sind die Unternehmen, die sich am schnellsten verbinden, skalieren und liefern können. Dafür braucht es eine Integrationsschicht, die Lieferanten und Händler mühelos miteinander verbindet. iPaaS ist diese Schicht.

Seit 2021 entwickelt Droppery von Amsterdam aus diese Integrationsplattform für europäische Lieferanten, Marken und Händler. Möchten Sie sehen, wie Ihre Systeme verbunden werden können? Buchen Sie eine Online-Demo oder kontaktieren Sie uns.

Häufig gestellte Fragen zu iPaaS

Was ist iPaaS einfach erklärt?

iPaaS ist eine Online-Plattform, die verschiedene Softwaresysteme automatisch miteinander kommunizieren lässt. Anstatt Daten manuell zu übertragen, fließen sie automatisch von einem System zum anderen.

Wofür steht iPaaS?

iPaaS steht für Integration Platform as a Service: eine Integrationsplattform, die als Cloud-Dienst angeboten wird.

Was ist der Unterschied zwischen iPaaS und einer API?

Eine API ist ein technischer Zugang zu einem System. Ein iPaaS verwendet mehrere APIs, um Systeme tatsächlich miteinander zu verbinden, einschließlich Datenübersetzung, Monitoring und Fehlerbehandlung.

Warum ist iPaaS für den B2B-E-Commerce wichtig?

Weil Lieferanten und Händler zunehmend über unterschiedliche Systeme miteinander zusammenarbeiten. Ohne eine zentrale Integrationsplattform wächst die Anzahl der Integrationen exponentiell. Mit iPaaS verbindet sich jede Partei einmal und kann anschließend mit allen Partnern zusammenarbeiten.

Ist Droppery ein iPaaS?

Ja. Droppery ist eine B2B-Integrationsplattform, die Lieferanten, Marken und Händler miteinander verbindet und Produktdaten, Bestände, Bestellungen und Track & Trace automatisch synchronisiert.

Welche Webshop-Plattformen unterstützt Droppery?

Droppery verbindet sich unter anderem mit Shopify, WooCommerce, PrestaShop, Shopware, Shopline, Lightspeed und Magento sowie über eine eigene API mit individuell entwickelten Plattformen.

Brauche ich ein IT-Team, um iPaaS zu nutzen?

Nein. Bei Droppery sind die Integrationen mit den meisten Webshop-Plattformen und vielen ERP-Systemen bereits verfügbar. Händler mit Shopify installieren beispielsweise die App und können direkt starten.

Kann ich als Lieferant selbst bestimmen, mit wem ich zusammenarbeite?

Ja. Innerhalb von Droppery entscheiden Lieferanten und Marken selbst, welche Händler Zugang zu ihren Kollektionen erhalten und unter welchen Bedingungen.